· 

Wandern mit Hund - Tipps für einen entspannten Ausflug

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und macht Platz für den Goldenen Herbst. Die Wälder zeigen sich in ihrem bunten Kleid und in keiner anderen Jahreszeit sind lange Wanderungen so farbenprächtig und schön. Auch die Temperaturen sinken auf ein angenehmes Maß.

 

Viele Hundehalter nutzen diese Tage für ausgedehnte Wanderungen mit ihrem Vierbeiner. Egal ob Berge, Küsten oder Flachland – es macht Spaß, die Natur mit unseren Hunden gemeinsam zu erleben.

 

Doch einfach mit dem Hund drauflos wandern ist gerade für Anfänger nicht ratsam. Hier gibt es einige Punkte, die man als Hundehalter beachten sollte.

 

Nicht jeder Hund eignet sich zum ausdauernden Wanderbegleiter

Eine wichtige Rolle, ob ein Hund für lange Wanderungen geeignet ist, spielen sein Alter und seine Fitness.

 

Für Welpen und junge Hunde beispielsweise sind lange und/oder steile Bergwanderungen eine zu starke Belastung der Gelenke, Sehnen und Bänder. Diese kann unter anderem zu Fehlstellungen der Gelenke und späterer Arthrose führen.

 

Auch Hundesenioren sollten auf lange Wanderungen verzichten. Häufig leiden sie an Erkrankungen oder haben Probleme mit der Hüfte, dem Rücken oder den Gelenken allgemein und sollten daher besser geschont werden.

 

Bei ausgewachsenen Hunden spielt neben der körperlichen Verfassung auch der Fitnessgrad eine wichtige Rolle. Ist Ihr Vierbeiner gut trainiert und lange Spaziergänge gewohnt, spricht nichts dagegen mit einer längeren Wanderung zu beginnen.

 

Bedenken Sie auch, dass sich nicht jede Rasse für Bergwanderungen eignet. Besonders kleine Hunde, wie z.B. der Chihuahua oder der Mops, haben häufig Schwierigkeiten im Gebirge und die Belastung der Gelenke und des Organismus ist bei schwierigen Strecken oftmals zu hoch.

 

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihr Hund für ausgiebige Wandertouren geeignet ist, ziehen Sie vorab Ihren Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten zu Rate.

 

Auch Wandern will trainiert sein

Wandern kann für Ihren Hund sehr anstrengend sein und erfordert von ihm eine gute Kondition und körperliche Fitness. Daher ist es ratsam, nicht gleich mit Tagestouren zu beginnen, sondern Länge und Schwierigkeitsgrad langsam zu steigern.

 

Beginnen Sie als Anfänger mit längeren Spaziergängen, die Sie dann nach und nach ausweiten bis hin zu leichten und anfangs kürzeren Bergtouren. So können Sie Ihren Hund schonend an lange Wanderungen gewöhnen und beugen Überanstrengung und Verletzungen bei ihm vor.

Beginnen Sie das Wandertraining mit ausgedehnten Spaziergängen.
Beginnen Sie das Wandertraining mit ausgedehnten Spaziergängen.

Ausreichend Trinkpausen einplanen

Vergessen Sie nie genügend Wasser und einen Trinknapf für Ihren Vierbeiner mit in den Rucksack zu packen. Wandern ist für Hunde genauso anstrengend wie für uns Menschen. Je nach Wetter und Wanderroute sollten Sie daher stets mehrere kurze Trinkpausen einlegen.

 

Die richtige Ausrüstung zum Wandern

Hunde sollten auf langen Wandertouren immer ein gut sitzendes, bequemes Brustgeschirr tragen. Das minimiert das Verletzungsrisiko und verhindert aufgescheuerte Hautstellen.

 

In manchen Wandergebieten gilt Leinenpflicht. Sie sollten deshalb immer eine Leine im Rucksack haben.

Kurze Leinen (ca. 2,50m-3m) sind außerdem sehr gut für steile oder gefährlichere Abschnitte geeignet, da Sie Ihrem Hund hierdurch zusätzlichen Halt geben können.

 

Für Flexi- oder Schleppleinen ist es wichtig, dass Sie als Halter mit dem Handling dieser Leinenart gut vertraut sind. Schnell verheddern sich die Leinen in Büschen, an Bäumen oder Ästen. Dies ist nicht nur für Sie als Hundehalter lästig, sondern kann auch eine Gefahr für Ihren Vierbeiner bedeuten.

 

Wer beim Wandern lieber beide Hände frei haben möchte, kann auf eine Jogging-Leine zurückgreifen. Diese wird am Gürtel oder speziellen Gurten eingehakt. So haben Sie beide Hände beispielsweise für Trekkingstöcke frei.

Allerdings sollte Ihr Hund diese Art der Leinenführung bereits kennen. Ebenso wichtig ist es, dass Sie selbst trittsicher sind, denn die Gefahr dieser Leinenart besteht darin, dass Sie von ihrem Hund ruckartig nach unten oder oben gezogen werden und so leicht den Halt verlieren können.

In manchen Gebieten gilt Leinenpflicht. Informieren Sie sich im Vorfeld über die entsprechende Region.
In manchen Gebieten gilt Leinenpflicht. Informieren Sie sich im Vorfeld über die entsprechende Region.

Auch im Notfall vorbereitet sein

Auf langen Wanderungen sollten Hundehalter niemals ohne ein Erste-Hilfe-Set für ihren Hund unterwegs sein. Schnell kann er sich bspw. einen spitzen Stein in die Pfote treten, was manchmal auch zu Schnittverletzungen führt.

In solchen Fällen ist ein Erste-Hilfe-Set von großem Vorteil.

 

In ein gutes Erste-Hilfe-Set gehört:

  • Desinfektionsmittel
  • Verbandsmaterial
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • 1 Handtuch (am besten eignen sich Microfaserhandtücher)

 

Egal ob Sie sich ein eigenes Erste-Hilfe-Set zusammenstellen oder ein bereits fertiges Set im Handel erwerben, wichtig ist, Ihrem Hund im Notfall helfen zu können.

 

Fazit

Wird der Wanderausflug gut vorbereitet und alle wichtigen Punkte beachtet, ist das Wandern ein schöner Sport für Hund und Halter.

 

Gemeinsam die Natur erkunden und genießen wird nicht nur zu einem unvergesslichen Erlebnis, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner.

Blogverzeichnis

Kommentar schreiben

Kommentare: 0