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Hundeerziehung - Tipps für Anfänger

Jeder Hund hat einen anderern Charakter und sein eigenes Lerntempo.
Jeder Hund hat einen anderern Charakter und sein eigenes Lerntempo.

 

Hunde sind viel mehr als nur Haustiere. Sie begleiten uns treu ihr ganzes Leben und schenken uns bedingungslos ihr Herz. Ein Hund ist Beschützer, Motivator, Psychologe und bester Freund in einem. Das Leben mit einem Vierbeiner hält viele wunderschöne gemeinsame Momente für uns bereit.

 

Doch egal, welchen Hund wir bei uns aufnehmen und in unser Herz schließen, jeder von ihnen braucht eine gewisse Erziehung. Gerade Hundeanfänger werden durch die unzähligen Ratgeber und die verschiedenen Erziehungs- und Trainingsmethoden regelrecht überschwemmt. Die Verunsicherung ist hier oft groß und so schleichen sich

schließlich einige Fehler ein, die später zu Verhaltensproblemen werden können.

 

Daher habe ich in diesem Artikel ein paar wichtige Tipps für Anfänger in der Hundeerziehung zusammengestellt.

 

Informationen sammeln

Die Entscheidung für einen Hund ist gefallen. Doch welche Rasse soll es sein? Möchte ich überhaupt einen Rassehund oder gebe ich lieber einem Tierheimhund ein schönes Zuhause?

 

Diese Fragen sollten Sie im Vorfeld gut durchdenken und mit allen  Familienmitgliedern besprechen. Schließlich wird Sie ihr neues tierisches Familienmitglied viele Jahre begleiten.

 

Über die jeweiligen Rassen und ihre angeborenen Eigenschaften können Sie sich in Fachbüchern, bei guten Züchtern und im Internet ausreichend informieren.

Gehen Sie auf keinen Fall nur nach dem Aussehen des Hundes!

Das kann im Laufe der Zeit zu großen Problemen und viel Frust für Sie und das Tier führen.

 

Sie möchten lieber einen Hund aus dem Tierheim? Dann besuchen Sie die Tierheime in Ihrer Umgebung und schauen Sie sich die Hunde genau an. Sinnvoll sind mehrere Besuche über einen kurzen Zeitraum. In vielen Tierheimen können Sie auch mit den Hunden Gassi gehen. So finden Sie schnell heraus, welcher Hund zu Ihnen passt. Engagierte Tierheimmitarbeiter beraten Sie hier gern.

 

Regeln aufstellen

Noch bevor der neue Vierbeiner bei Ihnen einzieht, sollten Sie sich Gedanken über ein paar Grundregeln im Alltag machen. Darf der Hund auf die Couch/ins Bett? Möchten Sie, dass er auf einem festen Platz liegt? Gibt es Räume, die für ihn tabu sind?

 

In Familien ist es besonders wichtig, alle Familienmitglieder in die Festlegung der Grundregeln miteinzubeziehen. So können auch alle Aufgaben/Verantwortungsbereiche im Vorfeld vergeben werden. Wer geht mit dem Hund Gassi? Wer ist für das Füttern zuständig? Wer soll die Hauptbezugsperson werden?

 

Schreiben Sie sich die Regeln/Aufgaben am besten auf. So fällt es Ihnen später leichter, diese auch konsequent durchzuhalten.

 

Jedes Kommando muss gründlich geübt werden.
Jedes Kommando muss gründlich geübt werden.

Kurs in der Hundeschule

Für Hundeanfänger ist ein Kurs in einer kompetenten Hundeschule von Vorteil. Hier lernen Sie, wie Sie mit Ihrem Hund zusammenarbeiten. Die gängigen Grundkommandos werden geübt (Sitz, Platz, Bleib) und das erste Leinenführigkeitstraining wird durchgeführt.

 

Nach dem Kurs müssen die Kommandos natürlich auch zu Hause gründlich trainiert werden, damit sie auch zukünftig bei Ihrem Hund zuverlässig abrufbar sind.

 

Wichtig zur Auswahl der Hundeschule: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Sie sind mit den Trainingsmethoden nicht einverstanden? Dann verlassen Sie die Gruppe. Niemand kann Sie zwingen mit Ihrem Hund auf einen bestimme Art und Weise umzugehen. Das dürfen allein Sie entscheiden. In einer guten Hundeschule wird auf die einzelnen Hund-Halter-Teams individuell eingegangen und die Hunde werden nicht einfach sich selbst überlassen. Ebenso werden die Tiere keinen Schmerzen oder aversiven Reizen ausgesetzt.

 

Suchen Sie sich im Zweifelsfall eine andere Hundeschule oder Rat bei einem kompetenten Verhaltenstrainer.

 

Konsequenz ist alles

Alles, was Sie in der Hundeerziehung erreichen möchten, benötigt Konsequenz. Nur so wird Ihr Hund neu Erlerntes umsetzen können und verstehen lernen, was Sie von ihm möchten.

 

Wollen Sie beispielsweise, dass Ihr Hund bei Besuch auf seinem Platz liegen bleibt, lassen ihn aber an manchen Tagen wild die Gäste begrüßen, verwirrt das Ihren Vierbeiner und erschwert den Trainingserfolg enorm.

 

Üben Sie sich in Geduld

Jeder Hund ist anders und hat sein eigenes Lerntempo. Lassen Sie Ihrem Vierbeiner ausreichend Zeit, sich neue Kommandos anzueignen und zu verstehen. Wie schnell Sie beim Training vorgehen können, werden Sie durch Beobachtung Ihres Hundes schnell erkennen.

 

Trainieren Sie am besten in mehreren kurzen Trainingseinheiten pro Tag. So kommen Sie auch auf die notwendigen häufigen Wiederholungen, überfordern Ihren Hund jedoch nicht.

 

Sollten Sie bei ihm während des Trainings Überforderungs-/Stressanzeichen

erkennen, gönnen Sie ihm eine Pause.

 

Entwickelt Ihr Hund nach einiger Zeit trotzdem Verhaltensauffälligkeiten, wenden Sie sich an einen ausgebildeten Hundeverhaltenstherapeuten.

 

Und immer daran denken: Training soll Spaß machen! Das gilt sowohl für Sie, als auch für Ihren Hund.

Nur so bleibt Lernen etwas Positives und die Trainingserfolge lassen nicht

lange auf sich warten.

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