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Spielspaß im Schnee - Teil 1

 

Der Winter ist da und mit der kalten Jahreszeit kommt früher oder später auch der Schnee.

 

Für viele Hunde ist die weiße Pracht eine wahre Freude. Es wird herumgesprungen, Schneeflocken mit der Schnauze gefangen oder sich einfach nur ausgiebig im Schnee gewälzt. Hundehalter sehen das oft ein wenig anders. So manch einer würde lieber im Warmen bleiben und die Spaziergänge fallen häufig ein wenig kürzer aus.

  

Doch warum eigentlich? In der Winterzeit können wir den Schnee perfekt für einige tolle Spiele mit unseren Hunden nutzen. Das macht nicht nur den Hunden Spaß, sondern motiviert auch den Halter, sich draußen zu bewegen. Dabei wird es einem dann ganz schnell warm.

 

Außerdem stärkt gemeinsames Spielen die Bindung zwischen Hund und Halter enorm.

  

Ich möchte Ihnen in diesem und im nächsten Blog ein paar Anregungen für den gemeinsamen Spielspaß im Schnee geben.

 

 

  

Teil 1 - SUCHSPIELE

  

1. Das versteckte Spielzeug

 

Benötigtes Material:

 - ein Spielzeug, das der Hund wirklich gerne mag (geeignet sind hier besonders Taue oder größere Kauspielzeuge)

  

Der Hund wird abgesetzt (oder gestellt) und muss warten. Suchen Sie sich einen schönen Schneehaufen und vergraben dort das Spielzeug vor den Augen Ihres Hundes. Anfangs sollte es nicht sehr tief sein und am besten lassen Sie ein kleines Stück des Spielzeugs aus dem Schneehaufen herausragen. Dann gehen Sie zu Ihrem Hund und geben ein Kommando, das ihm erlaubt, nach seinem Spielzeug zu graben. Geeignete Kommandos wären hier beispielsweise „Such“ oder „Hol`s dir“ etc..

 

Sobald das Spielzeug gefunden ist, belohnen Sie Ihren Hund ausgiebig. Dies kann durch Leckerlis oder verbales Lob geschehen oder aber bei dieser Aktivität ein kleines Spiel mit dem erbeuteten Spielzeug sein.

  

Für fortgeschrittene Sucher wird das Spielzeug tiefer im Schnee vergraben, so dass der Hund nichts mehr davon sehen kann.

 

Eine weitere Steigerung des Schwierigkeitsgrades ist, wenn Ihr Hund mit dem Rücken zu Ihnen warten muss und nicht sehen kann, wie Sie das Spielzeug verstecken.

 

 

2. Wo bin ich?

  

Für dieses Spiel benötigen Sie eine „Super“-Belohnung für Ihren Hund. Dies können besondere Leckerlis oder aber ein heiß geliebtes Spielzeug sein. Sollte Ihr Hund am liebsten mit Streicheleinheiten belohnt werden, sollten diese bei der Belohnung besonders intensiv ausfallen.

  

Bei „Wo bin ich“ geht es darum, dass Sie sich selbst hinter einem Schneehaufen oder einem verschneiten Busch oder Baum verstecken und Ihr Hund auf die Suche nach Ihnen gehen soll.

 

Einzige Grundlagen sind, dass Ihr Hund den Rückruf und das Kommando „Bleib“ beherrschen sollte, denn er muss warten, auch wenn sich Frauchen/Herrchen außer Sichtweite befindet.

  

Haben Sie Ihren Hund abgesetzt, suchen Sie sich ein geeignetes Versteck, anfangs möglichst in direkter Nähe. Sobald Sie versteckt sind, rufen Sie Ihren Hund. hat er Sie gefunden, wird er sofort großzügig belohnt.

  

Die Schwierigkeitsstufen dieses Suchspiels können Sie nach und nach langsam aufbauen, indem Sie die Entfernung zwischen dem Versteck und Ihrem Hund verlängern. 

 

Variation: Dieses Spiel eignet sich auch sehr gut für die ganze Familie. In diesem Fall soll Ihr Hund ein anderes Familienmitglied (auch Kinder) suchen.

 

Setzen Sie Ihren Hund neben sich ab und bleiben Sie bei ihm. Lassen sie sich von der Person, die gesucht werden soll, einen persönlichen Gegenstand geben, am besten einen Handschuh, Schal, Taschentuch etc.. Bevor sich Ihr Hund nun mit einem Kommando („Such“ oder „Finde“ etc.) auf die Suche macht, lassen Sie ihn ausgiebig daran schnüffeln, damit er den Geruch aufnehmen und so schneller die Spur ausfindig machen kann. Ausgiebigst belohnt wird der tierische Sucher dann von der Person, die sich versteckt hatte.

  

Zu beachten: Diese Art des Suchspiels ist sehr anstrengend für Ihren Hund, da er seinen Geruchssinn sehr konzentriert einsetzen muss. Bitte wiederholen Sie diese Art von Spiel daher nur wenige Male und gönnen Sie Ihrem treuen Freund dann eine Auszeit.

  

Nasenarbeit ist eine sehr anspruchsvolle Beschäftigung, die unsere Hunde vor allem geistig richtig auspowert.

 

 

  

Spielen soll Spaß machen.

 

Achten Sie daher bitte immer auf die Körpersprache und die Reaktionen Ihres Hundes. Ein gutes Spiel sollte immer zwanglos sein und den Hund nicht überfordern, dann klappt es erstens auch besser und nur so können Sie im Spiel mit Ihrem Hund als Team gemeinsam wachsen.

 

Im nächsten Blog stelle ich Ihnen ein paar Schneespiele mit Skistöcken vor.

  

Bis dahin, viel Spaß beim Spielen.

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